Saisonrückblick 2025: Larissa Tschenett
Saisonrückblick Larissa Tschenett:
Meine erste Saison mit Team Nexetis ist nun vorbei und wenn ich zurückblicke, war es ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Höhen und Tiefen, aber vor allem mit ganz viel Freude am Radfahren. Der Start in die Saison begann im Februar mit unserem Teamcamp in der Toskana. Es war der perfekte Auftakt, um das neue Team kennenzulernen, sich einzufahren und den letzten Schliff für die Saison zu legen.
Schon Anfang März standen dann die ersten Rennen in Kroatien auf dem Programm. Leider lief dort für mich nicht alles rund: Ich hatte Probleme mit eingeschlafenen Beinen und Füssen und konnte kaum meine Leistung abrufen. Es folgte eine längere Phase mit vielen Abklärungen und Checks, bis wir schliesslich die richtigen Anpassungen fanden. Als Test fuhr ich danach das Bergrennen Silenen–Amsteg–Bristen, wo ich den 3. Platz belegte. Das war für mich die Bestätigung, dass die Änderungen wirkten – endlich konnte ich wieder richtig Druck aufs Pedal bringen.
Im Juni folgte die Swiss Road Series in Martigny, wo wir als Team einen richtig superguten Auftritt hatten: Platz 1, 2 und ich auf Rang 4. Für mich war das Rennen vor allem ein wichtiger Härtetest vor der Tour de Suisse, die Mitte Juni anstand. Ich ging mit gemischten Gefühlen an den Start. Ich wusste, dass meine Vorbereitung alles andere als optimal war, kaum Renntage, und dann gleich ein Rennen auf höchstem Niveau. Die erste Etappe war entsprechend hart, aber von Tag zu Tag fühlte ich mich besser. Am letzten Tag lief es richtig rund, und ich war selber überrascht, wie gut es ging, das war für mich ein echtes Highlight der Saison und zeigte mir, dass noch vieles möglich ist. Trotz der schwierigen Vorbereitung lief am Ende vieles zusammen, und auch als Team konnten wir eine sehr erfolgreiche Tour de Suisse absolvieren.
Kurz darauf folgte die Schweizermeisterschaft im Zeitfahren, die mir ebenfalls ein gutes Gefühl gab. Ich merkte, dass ich immer besser in den Rennrhythmus kam. Ende Juli konnte ich zudem die Bündnermeisterschaften gewinnen, was mich natürlich freute.
Mitte August stand das Züri-Krit auf dem Programm, wo ich gut unterwegs war. Leider kam es in der letzten Runde zu einem Sturz, der mir einen möglichen Spitzenplatz kostete, aber that’s the game. Ende August konnten wir dann beim Biel-Krit wieder als Team überzeugen: Wir fuhren einen 1., 2. und meinen 5. Rang ein, ein super Ergebnis und ein schöner Team-Erfolg.
Ein weiteres Highlight war unser Rennen in Portugal im Juli, wo wir als Team unseren ersten Gesamtsieg feiern konnten. Und auch im September in Italien konnten wir wieder um den Gesamtsieg mitfahren. Meine Rolle im Team war über die Saison hinweg ziemlich konstant: Ich war als Helferin unterwegs – Wasser und Eis holen, Lücken schliessen, Tempo machen und unsere Leaderin bestmöglich unterstützen. In der Radsportsprache sagt man dazu „Wasserträgerin“ eine Aufgabe, die man vielleicht nicht immer auf den Ergebnislisten sieht, die aber enorm wichtig ist für das Team. Es war eine neue Erfahrung für mich, Verantwortung im Team auf eine andere Art zu übernehmen, und ich habe sehr viel dabei gelernt.
Alles in allem war es eine tolle erste Saison mit Nexetis. Ich habe gesehen, dass noch vieles möglich ist, und freue mich jetzt schon sehr auf die nächste Saison, mit noch mehr Erfahrung, Motivation und Vorfreude auf das, was kommt.
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