Saisonrückblick 2025: Janet Aliesch
Saisonrückblick Janet Aliesch:
Die Saisonvorbereitung für das Jahr 2025 verlief für mich als junge Fahrer*in mit 22 Jahren sehr strukturiert und erfolgreich. Nach einem intensiven Trainingslager mit Andrin Züger auf Mallorca verbrachte ich anschließend eineinhalb Monate im spanischen Calpe. Die Bedingungen vor Ort waren ideal, um umfangreiche Grundlagenkilometer zu sammeln und gut vorbereitet in die neue Saison zu starten.
Mitte Februar begann meine Saison mit meinem neuen Team, dem VCU Schwenheim aus Frankreich. Wir waren an der französischen Westküste im Einsatz und absolvierten dort sieben Renntage. Die Rennen waren anspruchsvoll und fordernd, doch ich konnte mich gut ins Team einbringen und trotz eines kleinen Sturzes erste solide Wettkampfeindrücke sammeln.
In den Wochen danach kam es jedoch zu mehreren krankheitsbedingten Unterbrüchen, wodurch ein kontinuierlicher Trainingsaufbau kaum möglich war. Die Form aus dem frühen Saisonstart ging verloren. Beim UCI-Rennen Boucle d’Artois gelang mir zwar ein überzeugender Auftritt, kurz darauf folgte jedoch eine weitere Krankheitsphase. Nach ärztlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass ich im Frühling Pfeifferisches Drüsenfieber hatte und noch unter den Nachwirkungen litt.
Nach meiner Erholung nahm ich das Training wieder auf. Auf der dritten Trainingsfahrt kam es jedoch zu einem unverschuldeten Verkehrsunfall in einer Abfahrt. Trotz des heftigen Sturzes hatte ich grosses Glück, zog mir aber mehrere Verletzungen zu: ein angerissenes Kreuzband, ein geplatzter Schleimbeutel, ein gebrochener Zeh und ein Riss in der Kniescheibe. Diese Verletzungen führten zu einer fünf Wochen langen Trainingspause mit intensiver physiotherapeutischer Betreuung.
Ende Juli kehrte ich in Deutschland bei einem Eliterennen ins Wettkampfgeschehen zurück und erreichte bei meinem Wiedereinstieg den 15. Platz. Anschließend folgte die Tour de Namur in Belgien, bei der noch spürbar war, dass mir Rennkilometer fehlten. Drei weitere Renntage in Frankreich brachten jedoch eine klare Verbesserung. Besonders erfreulich war mein Einsatz beim traditionsreichen Radklassiker Chur–Arosa, bei dem ich ein solides Rennen zeigen konnte. Den Schlusspunkt der Saison bildete die Tour de Jura, die ich aufgrund eines Plattens leider nicht beenden konnte.
Trotz zahlreicher Unterbrüche war es für mich eine Saison mit wichtigen Erfahrungen. Aktuell befinde ich mich bereits wieder im Trainingslager und bereite mich motiviert auf die kommende Saison vor.


